Um Pickware für Shopware 6 nutzen zu können, benötigst du mindestens die Shopware Community Edition. Anschließend kannst du Pickware wie gewohnt im Shopware Community Store installieren. Im Folgenden zeigen wir dir die weiteren Schritte zur Migration deiner Daten nach Shopware 6. Sollte es während des Prozesses zu Problemen oder Fragen kommen, kontaktiere uns über das Kontaktformular.
Allgemeines zur Migration
Bei einer Migration von Shopware 5 zu Shopware 6 können Bestände, Lagerplätze und Lieferanten zunächst aus Shopware 5 exportiert und in deinem neuen Shopsystem wieder importiert werden. Aktuell gibt es seitens Pickware noch keine automatische Migration, sodass du deine Pickware Daten manuell übertragen musst.
Shopware bietet darüber hinaus einen Migrationsassistenten an, mit welchem du Daten wie Bestellungen, Produkte und Kunden in deinen neuen Shop übertragen kannst. Manche Daten können nicht migriert werden, mehr Informationen dazu findest du weiter unten.
Schließe alle Bestellungen, die in Shopware 5 eingegangen sind, vollständig in Shopware 5 ab. Dazu gehören Versand, Rechnungen, Stornos/Erstattungen und der Export für DATEV. Andernfalls kann es zu Fehlern und Problemen bei der Bearbeitung kommen.
Plane beim Einrichten der Nummernkreise in Shopware 6 außerdem einen Puffer ein: Setze die Startnummer so, dass sie sicher oberhalb der zuletzt in Shopware 5 vergebenen Nummer liegt – und berücksichtige, dass in Shopware 5 ggf. noch weitere Rechnungen entstehen, bis alle offenen Vorgänge abgeschlossen sind.
Um Gutscheine an der Kasse oder im Onlineshop in Shopware 6 verkaufen zu können, kannst du die entsprechende Erweiterung von Net Inventors GmbH nutzen. Wie du deine existierenden Gutscheine nach Shopware 6 migrieren kannst, erfährst du hier.
Pickware installieren
Du kannst Pickware ERP sowohl über den Shopware Community Store oder per Composer installieren. Die Installation per Composer wird in diesem Beitrag erklärt.
Pickware Account erstellen oder migrieren
Um Pickware in Shopware 6 nutzen zu können, benötigst du einen Pickware Account. Du kannst ihn hier erstellen. Im Pickware Account verwaltest du dein Abonnement und deine Abrechnungen, buchst Lizenzen für WMS und POS und verwaltest deine verbundenen iOS Geräte. Weitere Informationen zum Pickware Account findest du hier im Helpcenter.
Bestehenden Account nutzen
Solltest du bereits aus der Shopware 5 Welt einen Pickware Account besitzen, kannst du die Migration und die damit verbundene Testphase direkt in der Accountverwaltung starten. Gehe dazu wie folgt vor:
- Logge dich in deinem Pickware Account ein und stelle sicher, dass oben links dein Shopware 5 Shop ausgewählt ist. Klicke entweder in der Menüleiste links auf Migration oder nutze den Button Migration starten, welcher dir oben auf der Startseite angezeigt wird.
- Wähle Shopware 6 als Shopsystem aus.
- Wähle aus, welche Funktionen du testen möchtest.
- Gib unten im Feld die Shop URL deines Shopware 6 Shops an.
- Wähle die Shop URL des zu migrierenden Shops aus der Liste aus. Klicke dann auf Jetzt starten.
- Du bist nun in die Migrationsphase gestartet. Dein Shopware 6 Shop kann über das Drop-Down-Menü links oben ausgewählt und verwaltet werden.
- Du kannst nun deine Daten aus Shopware 5 migrieren und deinen Shopware 6 Shop vorbereiten. Mehr Informationen zur Migration findest du weiter unten.
Shopware Daten migrieren
Um deine Shopware Daten (Produkte, Kunden, Bestellungen, ...) zu migrieren, steht dir der Migrationsassistent von Shopware zur Verfügung. Mehr Informationen und Anleitungen dazu findest du hier.
Nummernkreise migrieren
Es gibt keine automatisierte Möglichkeit, deine Nummernkreise aus Shopware 5 zu migrieren, was bedeutet, dass du sie in Shopware 6 neu anlegen musst. Die Konfiguration der Nummernkreise in Shopware 6 findest du unter Einstellungen → Shop → Nummernkreise. Hier findest du bereits diverse vorkonfigurierte Nummernkreistypen, die du an deine Gegebenheiten anpassen kannst. Diese gelten global, d. h. für alle deine Verkaufskanäle. Wenn du eigene Nummernkreise erstellst, kannst du diese auch auf einzelne Verkaufskanäle beschränken.
Wichtig ist hier insbesondere das Feld Startnummer, welches du so konfigurieren kannst, dass z. B. die Rechnungsnummer der ersten in Shopware 6 erstellten Rechnung an die Rechnungsnummer der letzten in Shopware 5 erstellten Rechnung anschließt. Plane dabei einen ausreichenden Abstand ein, falls in Shopware 5 noch Belege für offene Bestellungen entstehen, während du die Migration abschließt.
Mehr Informationen zum Thema Nummernkreise findest du auch in der Shopware-Dokumentation.
POS Filialen und Kassen migrieren
Wenn du POS-Filialen und Kassen aus Shopware 5 nutzt, richte diese in Shopware 6 neu ein. Gehe dabei wie folgt vor:
- Kassenabschluss an allen bestehenden Kassen durchführen, solange diese noch mit Shopware 5 verbunden sind.
- Kassen in der Business Platform stilllegen.
- Konfigurationen der Kassen zurücksetzen und die Kassen anschließend neu einrichten.
- Kassen mit deinem Shopware-6-Shop verbinden.
- Neue Filialen anlegen und die Kassen den Filialen zuordnen.
Hinweis zu Bestellungen ohne Lieferstatus
Es kann vorkommen, dass abgeschlossene Bestellungen fälschlicherweise ohne Lieferstatus und nicht im Bestellstatus Abgeschlossen angelegt werden. Dies führt dazu, dass entsprechend der Bestellpositionen Bestand reserviert wird. Um dieses Problem zu beheben, muss für diese Bestellungen der Bestellstatus manuell auf Abgeschlossen gesetzt werden. Du kannst diese Änderung entweder per SQL-Abfrage oder per Mehrfachänderung in der Shopware Admin für maximal 100 Bestellungen gleichzeitig durchführen.
Statusänderung per Mehrfachänderung
Navigiere in deiner Shopware 6 Shop Admin zu Bestellung → Übersicht und klicke auf das Filter-Symbol. Wähle im Feld Bestellstatus die Einträge In Bearbeitung und Offen aus.
In der Bestellübersicht werden dir nun nur diejenigen Bestellungen angezeigt, die den Bestellstatus In Bearbeitung und Offen haben. Klicke nun einmal in die Spalte Lieferstatus, um alle Bestellungen nach ihrem Lieferstatus zu filtern. Falls Bestellungen ohne Lieferstatus vorhanden sind, sollten diese nun ganz oben in der Liste erscheinen. Das Feld Lieferstatus ist in diesem Fall leer.
Prüfe nun beispielsweise anhand des Datums oder anhand deines Shopware 5 Shops, ob es sich dabei tatsächlich um abgeschlossene Bestellungen handelt. Falls ja, kannst du den Bestellstatus z. B. per Mehrfachänderung anpassen.
Wähle dazu alle betreffenden Bestellungen über die Checkbox links aus und klicke dann oben auf Mehrfachänderung.
Klicke im nächsten Fenster auf Mehrfachänderung starten und wähle die Statusänderung für den Bestellstatus wie folgt aus:
Bitte beachte, dass die Statusänderung seitens Shopware immer in einzelnen Schritten erfolgt. Das bedeutet, dass die Änderung von Offen nur auf In Bearbeitung und erst von In Bearbeitung auf Abgeschlossen erfolgen kann. Daher ist es ggf. notwendig, dass du die Statusänderung in zwei Etappen durchführst.
Anschließend müssen unter Einstellungen → System → Caches & Indizes alle Indizes aktualisiert werden. Wähle dazu im Dropdown-Menü alle Optionen aus und klicke dann auf Indizes aktualisieren.
Alle Bestellungen ohne Versandstatus sollten sich nun im Bestellstatus Abgeschlossen befinden und somit keinen Bestand mehr reservieren.
Statusänderung per SQL Abfrage
Um die Statusänderung der Bestellungen über deine Datenbank durchzuführen, verwende folgende SQL Abfrage:
UPDATE `order`
SET `order`.`state_id` = (
SELECT `state_machine_state`.`id`
FROM `state_machine_state`
JOIN `state_machine` ON `state_machine`.`id` = `state_machine_state`.`state_machine_id`
WHERE
`state_machine_state`.`technical_name` = "completed"
AND `state_machine`.`technical_name` = "order.state"
)
WHERE
-- Hier das "Grenzdazum" anpassen
`order`.`order_date_time` < "2024-07-01 00:00:00"
-- Nur Bestellung in der Live-Version aktualisieren (nicht entfernen)
AND `order`.`version_id` = 0x0fa91ce3e96a4bc2be4bd9ce752c3425;
Anschließend müssen unter Einstellungen → System → Caches & Indizes alle Indizes aktualisiert werden. Wähle dazu im Dropdown-Menü alle Optionen aus und klicke dann auf Indizes aktualisieren.
Bei Rückfragen wende dich bitte an deine betreuende Agentur.
Pickware Daten migrieren
Von deinen Pickware Daten kannst du Lagerplätze, Bestände und Lieferanten per CSV-Import migrieren. Bitte beachte jedoch, dass die Bestandshistorie nicht mit nach Shopware 6 übernommen werden kann.
In den nächsten Abschnitten zeigen wir, was du bei den jeweiligen Importen beachten musst.
Für den Import in Shopware muss die CSV-Datei UTF-8-codiert sein sowie Semikolons als Trennzeichen verwenden. Weitere Details dazu und wo du die entsprechende Konfigurationsmöglichkeit in deinem Tabellenkalkulationsprogramm findest, erfährst du hier.
Lagerplätze
Lege zunächst in der Shopware 6 Admin unter Lagerhaltung → Lager und Lagerplätze → Lager erstellen ein oder mehrere Lager an. Mehr Informationen dazu findest du hier.
Sobald ein Lager gespeichert wurde, erscheint der Tab Lagerplätze, wo du entweder manuell oder per CSV-Import Lagerplätze anlegen kannst. Die CSV-Datei zum Anlegen von Lagerplätzen enthält nur die Spalte Code, in welcher die Lagerplatzkennung eingetragen wird.
Um die Lagerplätze aus Shopware 5 zu exportieren kann folgende SQL-Abfrage verwendet werden, bei welcher das Lagerkürzel des zu exportierenden Lagers entsprechend angepasst werden muss:
SELECT bl.code
FROM pickware_erp_bin_locations bl
LEFT JOIN pickware_erp_warehouses wh ON wh.id = bl.warehouseid
WHERE bl.code != 'pickware_null_bin_location'
AND wh.code = 'Lagerkürzel' -- Hier das Lagerkürzel eintragen Bestände
Wenn du zuvor das Shopware 6 Migrationstool verwendet hast, wurden bereits Bestände aus Shopware 5 übertragen. Anschließend müssen unter Einstellungen → System → Caches & Indizes die Indizes aktualisiert werden. Wähle dazu im Dropdown-Menü alle Optionen aus und wähle dann die Methode Alle aktualisieren außer Auswahl. Klicke dann auf Indizes aktualisieren. Auf diese Weise werden nur diejenigen Indizes aktualisiert, die durch Pickware hinzugefügt werden, was den Vorgang beschleunigt.
Da es im Shopware 6 Standard keine Lagerplätze gibt, müssen die Bestände nun noch den korrekten Lagerplätzen zugeordnet werden.
Bestände von Hauptprodukten mit Varianten
Bei Variantenprodukten ist das Hauptprodukt in der Regel kein physisch lagernder Artikel. Prüfe nach der Migration, ob Varianten-Hauptprodukte einen Bestand erhalten haben oder als bestandsgeführt behandelt werden.
Da Bestände auf Variantenebene korrekt geführt werden sollen und nicht über das Hauptprodukt, identifiziere betroffene Hauptprodukte in der Bestandsübersicht und korrigiere deren Bestand bzw. Bestandsführung.
Wenn du die Bestandsführung gesammelt anpassen möchtest, kannst du dafür den Shopware Produktimport/-export nutzen und mit einem passenden Import/Export-Profil arbeiten. Je nach Shopware-Konfiguration kann es sinnvoll sein, die Änderungen zunächst mit wenigen Produkten zu testen.
Bestände aus Shopware 5 exportieren
Führe zunächst in Shopware 5 einen CSV-Export unter Inhalte → Import/Export aus. Verwende dazu das Profil viison_pickware_erp_article_stocks_absolute. Die Datei dient als Grundlage für den Import deiner Bestände nach Shopware 6
Bestände in Shopware 6 importieren
Öffne die eben aus Shopware 5 heruntergeladene CSV-Datei und passe diese an, indem du die Spalten wie folgt umbenennst bzw. löschst:
- articleNumber → Produktnummer
- articleName → Produktname
- warehouse → Lagerkürzel
- binLocation → Lagerplatz
- isDefaultBinLocation → Standardlagerplatz
- physicalStock → Bestand
- availableStock → löschen
- purchasePrice → löschen
Achte hier in jedem Fall darauf, dass der jeweilige Wert in der Spalte Lagerplatz auch einem der Lagerplätze entspricht, die du zuvor angelegt hast.
Öffne als nächstes deine Shopware 6 Administration, navigiere zu Lagerhaltung → Bestandsübersicht → Absoluter Bestandsimport und klicke auf Import. Lade hier deine angepasste CSV-Datei hoch. Weitere Informationen zum Pflegen von Beständen per CSV-Import findest du hier und zum Pflegen von Beständen per Shop Admin hier.
Grundsätzlich ist es ratsam, im Anschluss an den Bestandsimport eine vollständige Inventur deiner Bestände durchzuführen. Eine Anleitung zur Inventur in Shopware 6 findest du hier.
Hinweis zum unbekannten Lagerplatz
Wenn du den in Shopware 5 Produkte keine Lagerplätze genutzt hast, also diese in der Admin mit der Lagerplatzbezeichnung unbekannter Lagerplatz geführt werden, beachte bitte folgende Hinweise.
In der CSV Export Datei von Shopware 5 wird der unbekannte Lagerplatz mit pickware_unknown_location angegeben. Diese Bezeichnung gibt es in Shopware 6 nicht, daher würde es im Falle eines Imports zu einem Fehler kommen. In Shopware 6 heißt der unbekannte Lagerplatz stattdessen unknown. Im Folgenden findest du eine Übersicht verschiedener Szenarien zum Einbuchungsverhalten in Shopware 6:
-
Lagerplatzbezeichnung = unknown
- Der Bestand wird auf den unbekannten Lagerplatz gebucht.
-
Lagerplatzbezeichnung = [leer]
- Der Bestand wird auf den Standardlagerplatz gebucht.
- Wenn das Produkt keinen Standardlagerplatz hat, wird der Bestand stattdessen auf den unbekannten Lagerplatz gebucht.
-
Lagerplatzbezeichnung = pickware_unknown_location
- Der Import kann nicht durchgeführt werden und es kommt zu einer Fehlermeldung.
-
Lagerplatzbezeichnung entspricht einer Bezeichnung, die nicht als Lagerplatz in der Shop Admin vorhanden ist
- Der Import kann nicht durchgeführt werden und es kommt zu einer Fehlermeldung.
Mindestbestände von Shopware 5 exportieren
Führe dazu in Shopware 5 einen CSV-Export unter Inhalte → Import/Export aus. Verwende dazu das Profil viison_pickware_erp_article_stock_limits (Pickware Mindest- und Sollbestände).
Öffne die eben aus Shopware 5 heruntergeladene CSV-Datei und passe diese an, indem du die Spalten wie folgt umbenennst bzw. löschst:
- articleNumber → Produktnummer
- articleName → löschen
- warehouse → löschen
- minimumStock → Meldebestand
- targetStock → löschen
Meldebestände in Shopware 6 importieren
In Shopware 6 wird der Ausdruck Meldebestände anstelle von Mindestbestände verwendet. Um die Meldebestände in der Bestandsübersicht deiner Shopware 6 Admin anzuzeigen, klicke auf das Filtersymbol in der rechten oberen Ecke und wähle im obersten Dropdown-Menü Ansicht die Option Je Produkt aus. Unabhängig von der Ansicht ist es hier möglich, Exporte und Importe unter Berücksichtigung der entsprechenden Meldebestände durchzuführen.
Lieferanten und Produktzuordnung
Lieferanten anlegen
Führe zunächst in Shopware 5 einen CSV-Export unter Inhalte → Import/Export aus. Verwende dazu das Profil viision_pickware_erp_suppliers.
Passe nun die CSV Datei an, indem du die Spalten wie folgt umbenennst bzw. löschst:
- supplierNumber → Nummer
- salutation →löschen
- address → aufteilen in
- Straße, Hausnummer, PLZ, Stadt, Adresszusatz, Land (hier bitte ISO2 Ländercodes verwenden, also bspw. DE für Deutschland)
- contact → aufteilen in
- Vorname, Nachname
- phone → Telefonnummer
- fax → Faxnummer
- email → E-Mail-Adresse
- comment → Kommentar
- customerNumber → Kundennummer
- deliveryTime → Standardlieferzeit
- templateShopId →löschen
- currency →löschen
In deiner Shopware 6 Admin unter Einkauf → Lieferanten findest du rechts die Listeneinstellungen. Dort kannst du sehen, welche zusätzlichen Eigenschaften für Lieferanten in Shopware 6 gepflegt werden können. Du kannst diese bei Bedarf ebenfalls per CSV-Import ergänzen, indem du eine entsprechende Spalte in deiner CSV-Datei einfügst.
In der Shopware 6 Administration unter Einkauf → Lieferanten → Importieren kannst du deine angepasste CSV-Datei hochladen. Weitere Informationen zum Anlegen von Lieferanten findest du in diesem Beitrag.
Produkte einem Lieferanten zuordnen
Führe zunächst in Shopware 5 einen CSV-Export unter Inhalte → Import/Export aus. Verwende dazu das Profil viision_pickware_erp_article_suppliers.
Passe nun die CSV Datei an, indem du die Spalten wie folgt umbenennst bzw. löschst:
- articleNumber → Produktnummer
- articleName → Produktname
- supplierArticleNumber → Lieferantenproduktnummer
- supplierNumber → Lieferantennummer
- defaultSupplier → Standardlieferant
Hinweis: Die Information, ob es sich bei der Zuordnung um den Standardlieferanten handelt, wird in Shopware 5 mit y (= ja) oder n (= nein) angegeben. In Shopware 6 musst du stattdessen ja oder nein bzw. yes oder no verwenden. - purchasePrice → EK (netto)
Hinweis: Die Einkaufspreise können in Shopware 6 nur als Nettopreise importiert werden. Prüfe daher das Feld Eingabe von Einkaufspreisen in den Einstellungen der Shopware 5 Administration unter Einstellungen → Grundeinstellungen → Shopware ERP powered by Pickware und passe anschließend ggf. deine Einkaufspreise an. - currency → löschen
- minimumOrderAmount → Mindestabnahme
- packingUnit → Abnahmeintervall
In deiner Shopware 6 Admin unter Einkauf → Lieferantenzuordnung findest du rechts die Listeneinstellungen. Dort kannst du sehen, welche zusätzlichen Eigenschaften für die Lieferantenzuordnung in Shopware 6 gepflegt werden können. Du kannst diese bei Bedarf ebenfalls per CSV-Import ergänzen, indem du eine entsprechende Spalte in deiner CSV-Datei einfügst.
In der Shopware 6 Administration unter Einkauf → Lieferantenzuordnung → Import kannst du deine angepasste CSV-Datei hochladen. Weitere Informationen zur Lieferantenzuordnung findest du in diesem Beitrag.
Bitte beachte, dass du mindestens Pickware Advanced benötigst, um mehrere Lieferanten pro Produkt zu hinterlegen. Beim Import der CSV-Datei werden die Zeilen von oben nach unten gelesen. Solltest du einem Produkt zwei verschiedene Lieferanten zugeordnet haben, wird mit Pickware Starter der erste Eintrag beim Lesen des zweiten Eintrags wieder überschrieben. Dies ist ebenfalls der Fall, wenn du die Erweiterung zum Zeitpunkt des Imports deaktiviert hast.
Stücklisten
Wie bereits in Shopware 5 unterstützt Pickware ab Advanced auch in Shopware 6 die Funktionalität Stücklisten. Du kannst deine Stücklisten aus Shopware 5 bequem per CSV-Import nach Shopware 6 übertragen. Nähere Informationen zum Anlegen und Verwalten von Stücklisten findest du in diesem Beitrag.
Weitere Daten migrieren
Du hast sowohl in Shopware 5 als auch Shopware 6 die Möglichkeit, neue Import- bzw. Export-Profile anzulegen und somit weitere Daten in deinen Shopware 6 Shop zu migrieren.
| Informationstyp | Feldname in Shopware 5 | Feldname in Shopware 6 |
|---|---|---|
| Zolltarifnummer | attributeViisonCustomsTariffNumber | translations.DEFAULT.customFields.pickware_shipping_customs_information_tariff_number |
| Herkunftsland | attributeViisonCountryOfOrigin | translations.DEFAULT.customFields.pickware_shipping_customs_information_country_of_origin |
Bitte beachte, dass individuelle Profile in Shopware 6 mit einer Reihe von Pflichtfeldern angelegt werden, die auf jeden Fall auch ausgefüllt in der Importdatei enthalten sein müssen. Es ist daher ratsam, zunächst dein neu erstelltes Profil zu exportieren, in dieser Datei die gewünschten Informationen zu ergänzen und dann die geänderte Datei wieder zu importieren.
Mehr Informationen zum Anlegen neuer Import-/Export-Profile findest du bei Shopware in der Dokumentation.
Pickware POS und Pickware WMS buchen
WMS- und POS-Lizenzen aus Shopware 5 können nicht in deinen Shopware 6 Shop übernommen werden. Wenn du Pickware WMS oder POS in Shopware 5 genutzt hast, müssen die bestehenden Lizenzen im Rahmen der Migration gekündigt und für Shopware 6 in deinem Pickware Account neu gebucht werden. Weitere Details zur Buchung findest du hier.
Abseits von den iOS Apps ist keine separate Installation notwendig. Hier im Helpcenter findest du weitere Informationen zur Einrichtung von WMS bzw. POS in der Shopware Admin.
Pickware Apps wechseln
Für Pickware in Shopware 5 stehen dir unsere bekannten Apps Pickware WMS und Pickware POS verfügbar. Solltest du bisher die Pickware Lager App genutzt haben, beachte bitte, dass diese für Shopware 6 nicht mehr verfügbar ist. Die entsprechenden Funktionen sind nun Teil der WMS App.
Für die Pickware Apps benötigst du ein Apple Gerät, welches mindestens iOS 15 unterstützt. Mehr Informationen zu der empfohlenen Hardware findest du hier (WMS) und hier (POS). Du kannst die Apps wie gewohnt im App Store downloaden.
Bevor du die Pickware POS App in Shopware 6 verwendest, beachte bitte unbedingt folgende Hinweise für deinen Shopware 5 Shop: Logge dich zunächst wie gewohnt an deinem iOS-Gerät ein und führe eine vollständige Auszahlung des Kassenbestandes sowie einen Kassenabschluss durch. Anschließend muss die Konfiguration zurückgesetzt werden, sodass die App neu eingerichtet werden kann. Logge dich dazu aus der App aus und wähle dann über das Zahnradsymbol oben rechts den Eintrag Konfiguration zurücksetzen aus.
Eine Anleitung zur Einrichtung der WMS und POS App findest du hier im Helpcenter.
Umgang mit alten POS Bestellungen
POS-Bestellungen werden in der POS App nur dann in der Verkaufshistorie angezeigt, wenn sie eindeutig als POS-Bestellungen erkannt werden. Dafür müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
Die Bestellung ist einem POS-Verkaufskanal und einer Filiale (BranchStore) zugeordnet.
Für jede Bestellposition ist ein Versendet-Wert hinterlegt.
Der Shopware Migrationsassistent weist migrierten Bestellungen diese Informationen nicht automatisch zu. Wenn du POS-Verkäufe aus Shopware 5 später weiterhin an der Kasse einsehen oder dort retournieren möchtest, müssen die Bestellungen daher manuell in einen Zustand versetzt werden, den die POS App akzeptiert.
POS-Kennzeichnung für migrierte Bestellungen ergänzen
Damit eine migrierte Bestellung als POS-Bestellung erkannt wird, muss sie einer Filiale zugeordnet sein. Diese Zuordnung wird über diese Tabelle hergestellt:
pickware_pos_order_branch_store_mappingDort wird pro Bestellung gespeichert, welcher BranchStore zuständig ist.In dieser Tabelle wird pro Bestellung gespeichert, welcher BranchStore (Filiale) für die Bestellung zuständig ist. Ohne diesen Eintrag wird die Bestellung in der POS App nicht angezeigt – selbst dann nicht, wenn sie einem POS-Verkaufskanal zugeordnet wurde.
Die Zuordnung kann durch ein eigenes Skript, per Datenbankeintrag oder über deine betreuende Agentur vorgenommen werden.
Versendet-Werte ergänzen, um Retouren zu ermöglichen
Nach der Migration enthalten POS-Bestellungen aus Shopware 5 keine versendeten Mengen. Da du die Versendet-Werte brauchst, um mögliche Retouren zu den übernommenen Bestellungen zu erfassen, müssen diese Werte nachträglich gesetzt werden. Dazu kannst du den Endpunkt nutzen, der von Pickware ERP Starter bereitgestellt wird:
POST /api/_action/pickware-erp/stock/moveDann musst du für jedes Produkt einer Bestellung folgenden Request ausführen:
POST /_action/pickware-erp/stock/move HTTP/1.1.
[
{
"id": "{NEW_UUID}",
"quantity": {QUANTITY},
"productId": "{PRODUCT_ID}",
"source": "unknown",
"destination": {
"order": {
"id": "{ORDER_ID}"
}
}
}
]Hierbei sind die Werte in den Klammern {} mit folgenden Werten zu ersetzen:
- {NEW_UUID} – Eine für jede Bestellposition neu erzeugte UUID.
- {QUANTITY} – Der Versendet-Wert aus Shopware 5
- {PRODUCT_ID} – Die ID des entsprechenden Produktes aus Shopware 6
- {ORDER_ID} – Die ID der entsprechenden Bestellung aus Shopware 6
Wenn diese Werte ergänzt wurden, können auch migrierte Bestellungen – z. B. aus den letzten 30 Tagen – wie gewohnt in der POS App angezeigt und retourniert werden.
Du kannst auch mehrere Bestellpositionen in einem Request auf einmal importieren, in dem du das Objekt in dem Root-Array mehrmals angibst.
Bitte beachte auch die Dokumentation der Shopware 6 Admin API sowie unsere Hinweise zur Nutzung der API. Bei Fragen oder Unklarheiten wende dich an deine betreuende Agentur oder kontaktiere unseren Support.
Migration abschließen
Wenn du zum Abschließen der Migration die Domain deines Shopware 5 Shops auf deinen Shopware 6 überträgst, muss auch die Lizenzdomain deiner WMS und/oder POS Lizenzen für Shopware 6 aktualisiert werden.
- Wenn du die Migration in deinem Pickware Account für Shopware 5 gestartet hattest, kannst du die Änderung der Lizenzdomain selbstständig im Pickware Account durchführen. Logge dich dazu in deinen Pickware Account ein, stelle sicher, dass der Shopware 5 Shop ausgewählt ist und wähle links im Menü den Eintrag Migration aus. Klicke nun auf Lizenzdomain übertragen. Dabei wird die Shop URL deines Shopware 6 Shops in die bisherige Shopware 5 Domain umbenannt. Die URL deines Shopware 5 Shop wird um das Präfix sw5. erweitert.
- Wenn du nicht die Migration im Pickware Account genutzt hast, dann melde dich für die Änderung der Lizenzdomain beim Support.
Welche Daten können nicht migriert werden?
Folgende Daten können aktuell nicht aus Shopware 5 migriert werden:
- Lieferantenbestellungen
- Bestandsbewegungen
- Retouren
Hinweis zum DATEV Export
Für alle in Shopware 5 erstellten Bestellungen muss der DATEV Export auch in Shopware 5 erfolgen, da diese ansonsten bei einem Export in Shopware 6 nicht erhalten wären.
Weitere Einrichtungsschritte
Nachdem du die Grundlagen abgeschlossen hast, stehen dir verschiedene weitere Konfigurationsmöglichkeiten rund um Pickware zur Verfügung. Du findest sie hier im Helpcenter. Generelle Informationen zu Shopware 6 findest du darüber hinaus direkt bei Shopware.