In diesem Beitrag erhältst du einen Überblick, wie du deine Bestelldokumente in Shopware 6 verwaltest und wie du Pickware-spezifische Erweiterungen einsetzen kannst, um zusätzliche Informationen darzustellen – zum Beispiel Zusatzfelder an Produkten und Bestellungen oder beim Auslagern erfasste Daten aus der WMS App.
Die grundlegende Dokumentenkonfiguration erfolgt direkt in Shopware. Detaillierte Informationen zu allen Dokumententypen und Einstellungen findest du hier im Shopware Helpcenter.
Dokumententyp auswählen
Alle Einstellungen zu deinen Bestelldokumenten nimmst du in der Shopware Admin vor.
Gehe dazu in den Bereich Einstellungen → Abschnitt Handel → Dokumente.
In der Übersicht siehst du alle verfügbaren Dokumententypen, zum Beispiel deine Rechnung (invoice), den Lieferschein (delivery_note) und die Stornorechnung (credit_note). Auch unsere Pickware-spezifischen Dokumente wie die Pickliste (pickware_erp_picklist) sind hier aufgelistet.
Hier legst du Dokumententypen an, weist sie Verkaufskanälen zu und bearbeitest Layout, Kopf- und Fußzeilen, Adresseinstellungen und alle shopwareseitigen Optionen.
Zusatzfelder auf deinen Dokumenten anzeigen
Du kannst deine Dokumente auch mit Zusatzfeldern erweitern. Diese bieten flexible Möglichkeiten, Bestelldokumente an branchenspezifische oder betriebsinterne Anforderungen anpassen. Diese Zusatzfelder können direkt in den Dokumenten angezeigt werden, ohne dass eine Template-Anpassung nötig ist.
Wie du diese Zusatzfelder konfigurierst und welche Möglichkeiten sich dir dadurch bieten erfährst du hier.
Lieferantenbestellungen erweitern
Für Lieferantenbestellungen stehen dir zusätzliche Pickware-spezifische Dokumentfunktionen zur Verfügung, bspw. die Anpassung der PDF-Vorlage (z. B. Logo, Ausrichtung, Geschäftsadresse) und die Konfiguration der Spalten der CSV-Datei für den E-Mail-Versand. Mehr dazu findest du im Artikel Wie passe ich die Dokumente für meine Lieferantenbestellungen an?
Beim Auslagern erfasste Informationen anzeigen (z. B. Seriennummern)
Wenn du mit der Pickware WMS App kommissionierst, können während des Auslagerns zusätzliche Angaben erfasst werden. Dazu gehören je nach Workflow beispielsweise Serien- oder Chargennummern, Mindesthaltbarkeitsdaten oder andere produktspezifische Eigenschaften. Navigiere hierzu nach Einstellungen → Erweiterungen → Pickware ERP → Abschnitt Informationstypen.
Hier kannst du dein bestehenden Informationstypen einsehen und neue hinzufügen. Ob und wie diese Angaben später auf deinen Bestelldokumenten erscheinen sollen, legst du mit der Checkbox Auf Bestelldokumenten anzeigen fest. Diese erscheint direkt, falls du einen neuen Informationstypen erstellst.
Deine konfigurierten Informationen werden jeweils automatisch an der passenden Stelle im Dokument ausgegeben. Auf Rechnungskorrekturen werden beim Auslagern erfasste Daten jedoch nicht angezeigt.
Wenn du Rechnungen oder Lieferscheine erzeugst, nachdem der Pickprozess abgeschlossen ist, können deine Kundinnen und Kunden so beispielsweise die Seriennummern ihrer Produkte direkt auf dem Dokument nachvollziehen.
Template-Datei für weitergehende Anpassungen nutzen
Wenn die Konfiguration in der Shopware Admin nicht ausreicht, kannst du die zugrunde liegenden Twig-Templates überschreiben. Dazu legst du in einem eigenen Theme oder Plugin eine Datei mit dem passenden Namen im Dokumentenverzeichnis an und erweiterst oder überschreibst die vorhandenen Blöcke. Eine vollständige Anleitung von Shopware dazu findest du hier.
Für viele Pickware-Dokumente stellt wir bereits ein Ausgangstemplate bereit, das du als Grundlage verwenden kannst. In der Praxis hat es sich bewährt, zunächst die gewünschte Darstellung über die Konfiguration umzusetzen und erst für spezielle Layout-Anforderungen direkt ins Template zu gehen. So bleiben deine Anpassungen übersichtlich und besser nachvollziehbar.
Wenn du Dokumente anpassen möchtest, startest du also am besten immer in der Shopware Admin unter Einstellungen → Handel → Dokumente und wählst dort den betreffenden Dokumententyp. Prüfe dann Schritt für Schritt:
Passen Logo, Kopf- und Fußzeilen sowie Adressen zu deinem Auftritt?
Enthält die Positionsliste alle Informationen, die für Kund*innen oder Lager relevant sind?
Möchtest du zusätzliche Angaben über Zusatzfelder auf dem Dokument sichtbar machen?
Sollen beim Auslagern erfasste Informationen, wie Seriennummern, auf Dokumenten erscheinen?
Erst wenn du mit diesen Möglichkeiten nicht ans Ziel kommst, lohnt sich ein Blick in die Template-Anpassung. Auf diese Weise behältst du die Kontrolle über deine Dokumente, ohne unnötig tief in den Code einsteigen zu müssen.
Für Inhalte, die außerhalb der Pickware-Konfiguration liegen, die du aber dennoch bspw. in deine Pickliste aufnehmen möchtest – wie Felder aus Drittanbieter-Plugins oder Marktplatzdaten wie eine Amazon Transaktions-ID – ist eine Template-Anpassung der richtige Weg. Diese Informationen können nicht über Dokumenteneinstellungen eingeblendet werden und müssen direkt im Template ergänzt werden.
Anpassungen im Plugin-Ordner sind nicht updatesicher und werden mit jedem Update überschrieben. Du solltest deshalb immer ein eigenes Theme anlegen und dort deine individuellen Anpassungen hinterlegen